Grüne Städte der Zukunft

Urban Gardening für Anfänger

Sich auf kleinem Raum selbst zu versorgen ist viel einfacher (und spaßiger), als du denken magst. Hier sind unsere Top-Tipps für jeden, der sein eigenes Obst und Gemüse anbauen will.

Die meisten Leute besitzen leider nicht den Luxus eines Landstücks oder einen großen Gartens, aber viele der folgenden Methoden können auch in Wohnungen mit einem kleinen Balkon angewendet werden. Mit horrenden Nachrungsmittelpreisen und einer wachsenden Sorge wegen Pestiziden und GMOs ist der beste Weg sich wieder mit der Natur zu verbinden und Supermärkte auf eine aktive Weise zu boykottieren selbst sein Essen anzubauen und sich unabhängig zu machen. Die hier erklärten Methoden wurden aufgrund ihrer Einfachheit ausgewählt. Es gibt viele Herangehensweisen an das Urban Gardening, und verschiedene Menschen benutzen verschiedene Methoden und Pflanzen. Die Gartenarbeit ist ein Lernprozess, die Basis wird dir mit diesem Artikel in die Hand gelegt, den Rest musst du dir durch Erfahrung und weitere Recherche aneignen.

Die richtigen Pflanzen wählen

Pflanzen die in die Höhe wachsen, anstatt sich quer über die Erde zu verbreiten, sind die beste Wahl um in einem begrenzten Raum anzubauen. Im Frühling (meistens Anfang März) kann man Gurken, Mais, Tomaten, Kletterbohnen, Auberginen und Paprika, welche nicht viel Platz verbrauchen und einfach anbaubar sind anbauen. Die Pflanzen werden mit viel Sonnenlicht wachsen, aber viele von ihnen können auch in schattigen Plätzen gedeihen – hier ist ein hilfreicher Tipp für Gärtner, die dieses Problem haben: http://goo.gl/nQGAHQ.

Mais kann direkt in den Boden gepflanzt werden, aber andere Pflanzen werden besser wachsen, wenn sie zuerst in Saatkisten drinnen wachsen und „transplantiert“ werden, wenn die Setzlinge ca. 10-15cm hoch sind. Stelle sicher, dass der letzte Frost des Jahres sicher vorüber ist, bevor du die Setzlinge nach draußen platzierst.

Kartoffeln wachsen normalerweise im Boden, aber man kann sie genauso gut in sogenannten „Kartoffeltürmen“, in Kübeln oder in recycelten Säcken voller Erde heranziehen.
Chilis, Kräuter, Salat, Radieschen, Spinat und rote Beete können auch im frühen Sommer gepflanzt werden und auch in Blumenkästen und kleinen Töpfen gedeihen. Es können auch Blumenampeln benutzt werden, um den Platz optimal auszunutzen.

Weitere einfach anzubauende Pflanzen sind Knoblauch (am besten im Herbst pflanzen), Zwiebeln, Brokkoli und Kürbisse (braucht etwas mehr Platz).

Der einfachste Weg Samen zu finden ist Samen von einem biologischen Exemplar zu nehmen und sie für ein oder zwei Tage in Seidenpapier zu trocknen. Dies funktioniert für alle samen-basierten Pflanzen: Gurken, Tomaten, Paprika, Kürbisse, sowie Erdbeeren und andere Früchte. Für kernlose Pflanzen kannst du biologische Samen online kaufen; ich würde außerdem empfehlen herauszufinden, ob es einen freien Austausch in deiner Nähe gibt, um Geld zu sparen und gleich gesinnte Leute zu treffen.

Tomate fließendes Wasser

„Tomaten unter fließendem Wasser“ – Lizenz: CC BY 4.0http://www.torange-de.com

Erde und Dünger

Als Anfänger kann es einem ganz schön Kopfschmerzen bereiten die verschiedenen Arten von Pflanzenerde einordnen und richtig anwenden zu können. Natürlich haben verschiedene Pflanzen ihre eigenen Bedürfnisse, um zu gedeihen, aber zum Großteil ist es gesunder Menschenverstand: Nutze das, was du in deiner lokalen Umgebung zur Verfügung hast und habe ein Auge auf deine wachsenden Setzlinge. Gehe dabei sicher, dass die Erde nicht zu trocken wird und lerne durch Beobachtung, wieviel Wasser sie braucht. Wenn die Erde in deiner Umgebung zu grobkörnig ist, musst du Blumenerde kaufen, aber jedes Gartencenter sollte in der Lage sein, dir in dieser Hinsicht Auskunft zu geben.

Organische Dünger sind eine gute Idee und wenn du gerade keinen Dünger zur Verfügung hast, kannst du jeden pflanzen-basierten Abfall nehmen, um der Erde Nährstoffe und Feuchtigkeit zu geben (ein Prozess namens Mulchen). Dies könnten Holzspäne, Kiefernadeln, Rinde, Blätter oder Kompostmischungen von irgendwelchen übrig gebliebenen Frucht- oder Gemüseschalen sein. Eine einfache Weise ist ein Loch zu graben, ein Viertel des Lochs mit Dünger oder Mulch zu füllen, bevor du die Pflanze dann in die Erde tust ein bisschen mehr Blumenerde dazu zu geben und diesen Prozess zu wiederholen.

Mondkalender

Ein blauer Mond

Once in a Blue Moon“ – Lizenz: CC BY 2.0

Das Zu- und Abnehmen des Mondes beeinflusst nicht nur die Gezeiten, es beeinflusst die Feuchtigkeit der Erde, Baumsaft und alles andere (inklusive Wasser und unsere Körper). Die Idee die Mondzyklen zu nutzen, um zu pflanzen, zu beschneiden und zu ernten mag für manche verrückt klingen, aber es ist eine Methode die in hunderten von Kulturen mit sichtbaren Erfolgen angewendet wurde. Einen Mondkalender zu nutzen macht den ganzen Prozess um einiges leichter und wird dir so ziemlich den Erfolg garantieren (ob du es glaubst oder nicht).

Hier ist ein kostenloser Mondkalender mit zugehöriger Erklärung: http://goo.gl/oAoHv

Partnerpflanzung und Schädlingsbekämpfung

Partnerpflanzung basiert auf der Idee, dass bestimmte Pflanzen am besten gedeihen, wenn sie zusammen wachsen. Da verschiedene Pflanzen verschiedene Nährstoffe von der Erde geben und nehmen, und da hohe Pflanzen wie Sonnenblumen Schatten für die Pflanzen gewährleisten, die ihn brauchen (wie Tomaten), ist dies ein toller Weg Chemikalien zu vermeiden und in Harmonie mit der Natur zu arbeiten. Zum Beispiel wachsen Bohnen gut mit Gurken und Rüben, während Tomaten es mögen in der Nähe von Kräutern, Knoblauch und Paprika zu sein. Hier ist eine Liste von günstigen Partnerpflanzen und den Pflanzen, die man nicht zusammen anbauen sollte: http://goo.gl/8g1uC3

Partnerpflanzung ist außerdem eine gute Methode zur Schädlingsbekämpfung. Ringelblumen zum Beispiel, wirken abwehrend gegenüber einer großen Weite von Schädlingen – man kann beispielsweise eine Blume neben jedem Setzling pflanzen. Kräuter können ebenfalls verschiedene Insekten abweisen. Pflanze Sonnenblumen, welche abweisend gegenüber Blattläusen wirken und pflanze so viele Blumen wie möglich, um Bienen anzuziehen und eine möglichst gute Ernte zu bekommen.

Eine weitere Methode der Schädlingsbekämpfung ist es Nesseln zu sammeln, diese in einem bis zur Hälfte mit Wasser gefüllten Komposteimer einzuweichen bis sie eine mulchige Konsistenz erreichen und dann die Mixtur um die Basis der Pflanze aufzutragen. Die Giftigkeit der Nesseln scheint die meisten Schädlinge abzuhalten und wirkt als ausgezeichneter Dünger. Bier in abgesunkenen Bechern um die Pflanze herum kann benutzt werden um unerwünschte Schnecken einzusperren. Wenn man diese Methode nicht mag, kann man auch Kupferdraht verwenden, um sie abzuhalten.

Wir hoffen wir konnten dich dazu inspirieren, damit anzufangen zumindest einen Teil deines Obst und Gemüses selbst anzubauen oder dir ein paar hilfreiche Tipps geben, um deine Saat effektiver zu gestalten. Zum Abschluss sind hier noch Details zu den speziellen Konditionen der einzelnen Pflanzen aufgelistet:
-Gurken
-Mais
-Tomaten
-Kletterbohnen
-Auberginen
-Paprika
-Kartoffeln
-Chilis
-Kräuter
-Salat
-Radieschen
-Spinat
-Rote Beete
-Knoblauch
-Zwiebeln
-Kürbis
-Brokkoli

Dieser Artikel wurde vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Hier findet ihr den Originaltext von Sophia McAdam auf True Activist:

http://www.trueactivist.com/organic-urban-gardening-for-beginners/

 


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